Welche Abschlusskosten kann der Verkäufer bezahlen?

Viele Käufer (besonders Ersterwerber) haben oft nicht genug Bargeld für die Anzahlung und die Abschlusskosten. Eine Möglichkeit, diesem Mangel an Bargeld entgegenzuwirken, ist, dass der Verkäufer einen Teil der Abschlusskosten bezahlt. Wie viel dem Verkäufer erlaubt ist beizutragen, hängt von der Art des Hypothekendarlehens ab.

Konventionelle Darlehen
Bei einem konventionellen Darlehen kann der Verkäufer nur nicht wiederkehrende Zahlungen übernehmen. Dies beinhaltet nicht schon vorab gezahlte Beträge oder Beträge, die im Voraus zu bezahlen sind (wie z.B. Hypothekenversicherung oder Katastrophenversicherung). Der Beitrag des Verkäufers beschränkt sich auf den Betrag, den der Käufer anzahlt. Wenn der Käufer 10 Prozent oder mehr anzahlt, kann der Verkäufer bis zu 6 Prozent beisteuern. Wenn der Käufer weniger als 10 Prozent anzahlt, kann der Verkäufer nur bis zu maximal 3 Prozent beisteuern.

VA-Darlehen
Bei einem VA-Darlehen kann der Verkäufer die gesamten Abschlusskosten übernehmen (dies ist als "VA-No-No" bekannt - der Käufer zahlt weder eine Anzahlung, noch die Abschlusskosten). Verkäufer, die sich dazu bereit erklären, die Abschlusskosten zu zahlen, geben oft einen Höchstbetrag an, den Sie bereit sind zu zahlen.

FHA-Darlehen
Bei einem FHA-Darlehen kann der Verkäufer alle Abschlusskosten übernehmen. Jedoch muss der Käufer ein Minimum von 3 Prozent in das Grundstück investieren - sei es in Form eines Teilbetrags der Abschlusskosten, einer Anzahlung oder der im vorausbezahlten Kosten. Die 3 Prozent können entweder vom Geld des Käufers oder von einem Geschenk eines Familienangehörigen stammen.

 

Den Verkäufer fragen, ob er einen Teil oder die gesamten Abschlusskosten übernimmt

Die Bereitschaft des Verkäufers zu den Abschlusskosten beizutragen hängt oft von der Marktlage und von der Art und Weise, wie die die Anfrage gemacht wird, ab.

Als Ihr Immobilienmakler werde ich Ihnen dabei helfen ein Angebot vorzubereiten, das den Kaufpreis und die Bitte um Beihilfe zu den Abschlusskosten der Dynamik der aktuellen Marktsituation angleicht. Z.B. könnten wir den angebotenen Kaufpreis bei einem Verkäufermarkt erhöhen, um einen Ausgleich zur Bitte um Beihilfe zu den Abschlusskosten zu schaffen.

Vergessen Sie nicht - wenn Sie den Käufer fragen, einen Teil oder die gesamten Abschlusskosten zu zahlen, finanzieren Sie im Wesentlichen die Abschlusskosten. Der Grund ist, dass der Beitrag des Verkäufers normalerweise mit einem höheren Verkaufspreis ausgeglichen wird. Und es ist dieser höhere Verkaufspreis, der mit Ihrer Hypothek finanziert wird.